- neues von der grenze -

 

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kommen wir nun...

... zu brest.

es gibt einen bahnhof von 1886, das ist sehr alt für hiesige verhältnisse. die gleise auf der rechten, der moskauer, seite sind 1524 mm breit und die gleise auf der linken, der warschauer, seite 1435 mm. damit es nicht so leicht ist, ins land zu kommen. andere sagen, dass es daran liegt, dass man sich einfach vermessen hat.

das ist das hauptgebäude der brester staatlichen universität. namens a.s. puschkin. dahinter habe ich am anfang gewohnt.


jetzt wohne ich am fluss. der heisst muchavez, mündet in brest in den bug, der wiederum in den narew und der in die weichsel und die in die ostsee (oder so). in die andere richtung ist der muchavez über einen kanal mit dem pripiat verbunden, der wiederum in den dnepr mündet und der wiederum fließt ins schwarze meer. hätte ich also ein boot, könnte ich ganz schön rumkommen. so muss ich den zug nehmen.

damit der zug auch immer fährt, gibt es das defektoskop. ich weiß nicht genau, wofür es verantwortlich ist, aber es sieht sehr wichtig aus. und falls es noch nicht im duden steht, sollte das wort unbedingt dahin aufgenommen werden.


im zug von brest nach minsk werden immer videofilme gezeigt. vielleicht nicht unbedingt kill bill, aber es ist doch sehr unterhaltsam. wie im flugzeug. aber der regionalflughafen brest arbeitet im herbst- und winter nicht. sonst könnte ich mal nach gomel fliegen.

 

fährt man mit dem auto nach minsk, trifft man dieses große wisent. es hat nicht viel zu tun, aber käme man auf die idee, mal eine verkehrszählung an der autobahn machen zu wollen, wäre es bestimmt bereit, dies zu unterstützen. dann hat es nämlich endlich ein paar daten für seine petition um eine lärmschutzwand.

ich fahre aber nun mal nicht weg, sondern bleibe hier. immerhin bin ich erkältet, da sollte man, wenn man erwachsen und vernünftig ist, nicht über die stränge schlagen. wenn ich also nicht wegfahre, dann bin ich hier - im sonnenzimmer mit dem schönsten wandteppich der welt. wirklich.

und für alle, die mein altes zimmer kannten: dies ist der grund, warum ich diese wohnung nehmen musste. da kann sich mein kaktus mal ein beispiel dran nehmen, der lehnt nämlich nur noch, anstatt zu stehen.

und das ist mein flurvogel. sehr diskutabel, ich weiss... 

aber die wanduhr mit dem abendmahl macht das alles wieder wett.

 

das nächste mal gibt fotos aus dem kühlschrank.

auf besonderen wunsch. fotos von menschen gibt es nicht.

 

lassts euch gut gehn, bis zum nächsten mal!

15.10.06 12:33


teil 2

oh weh. jetzt wirds schon schwieriger, denn jetzt müssen langsam inhalte her...

ich versuchs erstmal mit bildern:

damit gings los. dieses schöne teeglas sagte mir: du bist wieder da. das imperialistische getränk im hintergrund, erworben am hlavni nadrazi in praha bitte nicht beachten.

 

weiter mit getränken. das sind ein mojito und ein caipi im cafe london in minsk. kostenpunkt: 4 euro das stück. immerhin.

 


wenn man nicht so viel geld hat, kauft man moldawischen rotwein. den kann man dann auf der herrschertribüne in der hauptstadt trinken, wenn gerade alle anderen mit stadtfest beschäftigt sind.


wenn man dabei erwischt wird und einem was schlimmer passiert, dann ist noch nicht alles verloren: selbst in diesem land gibt es ein verfassungsgericht. da die blumen am eingang gegossen zu sein scheinen, koennen wir daraus schließen, dass da auch jemand arbeitet.

wieder zurück zur tribüne - ich weiss, das soll hier was mit brest zu tun haben, und ich zeige nur die hauptstadt - da muss ich leider auf später vertrösten.. na jedenfalls ist das der palast der republik. mit festlicher illumination.


 und das ist der siegesplatz mit der siegessäule und dem ewigen feuer davor, da patroullieren des öfteren die ausgezeichneten studierenden. die frauen müssen in kurzen röcken marschieren, das sieht schwierig aus. und der schriftzug auf dem gebäudeensemble dahinter sagt uns, dass der fortschritt der volkes unsterblich ist. wen würde das nicht täglich beim vorbeigehen motivieren?

und zu guter letzt, da wir nun unseren ersten stadtrundgang durch die hauptstadt beendet haben, genehmigen wir uns einen "superextra" joghurt. irgendjemand hier muss gewusst haben, dass ich dieses wort sehr gern mag und dadurch zum regelmäßigen kauf zu motivieren bin!

 

so. bald gibts mehr. wenn ihr wollt. dann auch mal wirklich aus brest.

liebe grüße! 

5.10.06 20:29


zu beginn...

... viele gruesse aus brest.

konstanze ist jetzt am netz und ich finde raus, wie das hier funzioniert.

bis dahin!

 

1.10.06 21:51


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